17 September 2020

Interview SALT Mobile SA - Herr Nikola Mahmutovic, Head of HR

Guten Tag Herr Mahmutovic

Zuerst möchten wir uns dafür bedanken, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben. 
Salt gehört in der Schweiz zu den Marktleadern im Mobiltelefonbereich und ist Kunde von Trianon. Deshalb würde es uns interessieren, wie Sie die aktuelle Krise bewältigt haben, die ja vollkommen neue Herausforderungen brachte, und was Sie weiter planen. Tatsächlich hat diese Krise viele Anpassungen erfordert. Ich denke an die Arbeitszeiten, Kurzarbeit, Social Distancing oder den Umsatzeinbruch. All dies hatte ganz wesentliche Auswirkungen, die wir noch immer spüren, vor allem im Personalbereich.

Welche Funktion und Verantwortlichkeiten haben Sie persönlich bei Salt Mobile AG?

Ich bin Head of HR, mir obliegt also die operative und strategische Verantwortung für alle Themen im Personalbereich.

 

Die Unternehmen mussten extrem schnell reagieren und sich dem ungewohnten Umfeld anpassen, das durch Covid-19 entstanden ist. Wir alle waren von einem auf den anderen Tag damit konfrontiert und konnten uns nicht darauf vorbereiten. Können Sie uns kurz erzählen, wie Salt reagiert hat, als die Pandemie ausgerufen wurde?

 

Wir haben sofort die Massnahmen verstärkt, die wir proaktiv bereits einige Wochen zuvor getroffen hatten, noch bevor die Behörden ausserordentliche Massnahmen anordneten.  Konkret entschieden wir, dass alle Tätigkeiten im Home-Office erledigt werden sollen, die zu Hause möglich sind. Wo dies nicht möglich war, führten wir Kurzarbeit ein.
Dank einer engen Zusammenarbeit unter den Abteilungen, insbesondere HR, Facility und Legal, sowie unter den Abteilungsleitungen konnte wir uns hervorragend koordinieren und rasch reagieren. So gelang es uns, den Mitarbeitenden eine gewisse Sicherheit zu geben, als die Verunsicherung noch sehr gross war.

 

Was hat sich durch die Covid-Situation in Ihrem Unternehmen geändert?

In dieser Situation hat sich vor allem gezeigt, dass wir sehr anpassungsfähig sind. 

Bei unseren Mitarbeitenden haben wir sehr viel Engagement und sogar eine Produktivitätssteigerung festgestellt. 

Gleichzeitig hat jedes Modell seine Grenzen, und dies bestätigte sich auch beim vollzeitlichen Home-Office. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit hat in dieser Zeit zugenommen. Viele Mitarbeitende waren froh, als sie wieder physisch an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten. 

Weil wir organisatorisch flexibel waren und die notwendige Infrastruktur innert sehr kurzer Zeit bereitstellten, konnten wir die Produktivität halten, die Stabilität unserer mobilen und fixen Netze sicherstellen und garantieren, dass die Telekommunikation reibungslos funktioniert.

Wir haben bewiesen, dass wir die steigende Nachfrage befriedigen und gleichzeitig die Hygienemassnahmen einhalten können – das hat unsere Organisation eindeutig gestärkt.

 

Welche konkreten Massnahmen haben Sie neben den Massnahmen des Bundesrats intern angeordnet, um die operativen Risiken zu reduzieren und die Qualität Ihrer Dienstleistungen gegenüber internen und externen Kunden zu halten?

Neben dem bereits erwähnten Home-Office wurden während dem Lockdown gewisse Shops geschlossen. Salt gehört jedoch zu der vom Bundesrat als kritisch bezeichneten Infrastruktur, weshalb gewisse Stores für den dringenden Bedarf der Kunden offen gehalten wurden. 
Wir haben ausserdem zusätzliche Ressourcen für Online- und Telefonberatung bereitgestellt. 
Für gewisse Abteilungen bedeutete dies einen beträchtlichen organisatorischen und logistischen Aufwand.

 

Reaktivität und Anpassungsfähigkeit waren in den letzten Monaten zentral, sowohl bei den Unternehmen als auch beim Personal und beim Staat. Sie haben uns bereits erzählt, wie Salt reagiert hat, als die Pandemie ausgerufen wurde. Aber was hat Ihrer Ansicht nach dazu beigetragen, dass es Salt gelungen ist, seine Leistungen auch in dieser Situation zu erbringen?

Wir waren bereits vor dem Lockdown ein modernes Unternehmen, das die Digitalisierung in unseren Arbeitsprozessen gefördert hat. Unsere Mitarbeitenden waren so ausgerüstet, dass sie ausserhalb ihres Büros und insbesondere von zu Hause aus arbeiten konnten.

 

Sie vertrauen der Trianon seit über 20 Jahren für die externe Administration Ihrer Löhne und ungeplanten Absenzen, die Verwaltung der Versicherungsportfolios und für Ihre Pensionskasse.  Wie wurden Sie von der Trianon während dieser schwierigen Zeit unterstützt?

Wir erhielten Beratung zu spezifischen Themen im Zusammenhang mit COVID. Die diversen Teams waren für uns stets erreichbar und wir konnten ein intensiveres Absenzenmanagement in Anspruch nehmen. 

 

Wenn Sie persönlich das Glas als «halb voll» sehen: Welche Punkte würden Sie in der Krise, die wir gerade erleben, als positiv bezeichnen?

Das Home-Office hat dazu geführt, dass wir regelmässiger einen formellen Austausch pflegten, weil der informelle Austausch im Büro nicht mehr möglich war. 
Wir haben gesehen, wie sich unsere Mitarbeitenden in einem solchen Krisenumfeld organisatorisch und menschlich verhalten und waren sehr erfreut über ihr Engagement und ihren Einsatz.

Richard Vionnet
Key Account Manager HR Services